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Buchhaltung & Steuern für Trader: wichtige Tipps

Buchhaltung, Jahresabschluss und Steuererklärungen: Damit muss sich jeder Trader auseinandersetzen. Aber was braucht man wirklich? Dr. Rolf Müller spricht mit RIDE darüber und gibt wichtige Tipps.

 

 

Dr-Rolf-Mueller-fintegraDr. Rolf Müller ist Gründer und Gesellschafter der fintegra-Unternehmensgruppe. Er ist als Rechtsanwalt, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und seit 30 Jahren in der Beratung von Vermögensfragen tätig. Mit fintegra hat er den Marktführer für die digitale Vermögensorganisation aufgebaut.

Sein Schwerpunkt ist die interdisziplinäre Arbeit rund um Vermögensfragen.

 

Unterscheidet sich die Buchhaltung eines Privattraders von der einer Trader GmbH?

Genau da muss deutlich unterschieden werden. Ein Privattrader muss lediglich Belege sammeln, zusammenstellen und an den Steuerberater übermitteln. Eine GmbH dagegen ist vom Gesetz her verpflichtet, eine Buchhaltung einzurichten und durchzuführen. Wenn Du zum Zweck der Steueränderung eine GmbH gründest – was unumgänglich ist, wenn Du Dich vor der Gesetzesänderung (Einschränkung der Verlustverrechnung) schützen willst – dann steht als Kapitalgesellschaft die Buchführungspflicht im Mittelpunkt. Das heißt: Du musst auf Basis der einzelnen Belege alle Transaktionen, die Du als Trader vornimmst, einzeln in einem Buchhaltungssystem erfassen. 

 

Kann man die GmbH-Buchhaltung auch selbst machen?

Es besteht keine gesetzliche Verpflichtung, die Buchhaltung, Steuererklärung oder den Jahresabschluss extern erstellen zu lassen. Ja, Du kannst Deine Buchhaltung auch selbst machen. In einer kleineren GmbH ist das mit fachlicher Unterstützung durchaus möglich. 

Bei einer Trader GmbH sieht das anders aus. Als Trader verbuchst Du naturgemäß eine sehr große Anzahl von Transaktionen. Du bist verpflichtet, die einzelnen Sachverhalte auch handelsrechtlich und steuerlich korrekt abzubilden. Andernfalls gehst Du das Risiko ein zu viele Steuern zu zahlen.

Die buchhalterischen und steuerrechtlichen Anforderungen an eine Trader GmbH sind komplex und zeitaufwendig. Du musst einen ordentlichen und sauberen Überblick geben und die Buchhaltung zeitnah erledigen. Andernfalls schätzt das Finanzamt Deine Steuerlast, dies passiert praktisch immer zu Deinem Nachteil. 

 

 

 

Kommt man schneller unter die Lupe, wenn man nicht sauber arbeitet? 

Das Finanzamt erkennt, ob die Buchführung mit Ahnung und Fachwissen vorbereitet oder nur provisorisch zusammengestellt wurde. In dem Punkt versteht die deutsche Finanzverwaltung keinen Spaß. Solltest du in den Fokus der Finanzverwalter rücken, wirst Du intensiver geprüft. Die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater bewahrt dich im Normalfall davor.

 

Welche Tipps kannst Du für die Auswahl eines Steuerberaters geben?

Die Fachexpertise des Steuerberaters ist für Deine Wahl ausschlaggebend. Die meisten Steuerberater betreuen keine Trader-GmbHs, weil sie es fachlich nicht abbilden können. Die Beurteilung der Sachverhalte bei Vermögen stellt für Steuerberater ein absolutes Randthema dar. Der Fokus eines Steuerberaters liegt in der Regel auf dem Unternehmen, der Buchhaltung und dem Jahresabschluss. Bei Steuererklärungen für natürliche Personen spielen Immobilien und Versicherungen eine viel größere Rolle. Kapitalvermögen und Depots haben für die Mehrzahl der Steuerberater wenig Relevanz.


Außerdem solltest Du in Deine Entscheidung einbeziehen: Bei uns in der Branche existieren wenig automatisierte Lösungen. Diejenige, die Trader betreuen und über kein automatisiertes System verfügen, müssen praktisch beleghaft buchen. Folglich kosten Buchhaltung, Jahresabschluss, Steuererklärung und Lohnbuchhaltung jährlich zwischen 5.000€ – 10.000€, in besonderen Fällen sogar weitaus mehr. Die individuellen Kosten hängen von Deinem Transaktionsvolumen ab – und das ist beim Traden naturgemäß deutlich höher. Bei einer Trader-GmbH kommen schnell bis zu 3.000 Belege zusammen. Aufgrund des Arbeitsvolumens und der hohen Anzahl an komplexen Transaktionen wird das einfach teuer. 

"Vollautomatisierung ist heute der Schlüsselpunkt.

Einen Admin-Service benötigt jeder Trader, der sein Trading-Geschäft über eine GmbH verwalten lässt."

Ein digitaler und vollautomatisierter Admin-Service, wie RIDE ihn anbietet, spart Dir Kosten und Zeit.

 

Infos zum RIDE Admin-Service


Zahlungsinformationen werden einfach direkt vom Kernbankensystem der Broker-Bank übermittelt. Aus diesen Informationen wird ein Beleg erstellt. Informationen wie Anschaffungskosten, Nebenkosten, Preise, Kurse, Währungen, etc. werden direkt von der Bank importiert. Dadurch wird quasi der beleghafte Erfassungsvorgang des Steuerberaters durch ein Datenpaket ersetzt. Aus unserer Datenbank heraus werden die benötigten Informationen in der von DATEV notwendigen Strukturierung verbucht, wie die Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung. So können wir unseren Kunden, die eine Trader-GmbH betreiben, einen besonders modernen, kosten- und zeitersparenden Admin-Service anbieten.

 

 

 

fragen@ride.capital

 

Schreib uns gerne für Fragen rund um die Trader-GmbH oder unseren Admin-Service.